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01 Sep
2021

Online Shopping - aber bitte klimafreundlich

Online-Shopping ist einfach, schnell und überall möglich. Ein simpler Internetzugang genügt und Menschen können sich in sekundenschnelle ihre Träume erfüllen. Binnen weniger Tage, oftmals gar nur Stunden, kommt das Bestellte direkt nach Hause. Das spart Zeit und Aufwand.

Besonders während der Corona-Pandemie, in der viele Geschäftslokale ihren Verkauf einstellen mussten, wurde das Bestellen via Internet zusehends beliebter. Neben Produkten, die man mehr oder weniger schon gewohnt war, online zu shoppen, kamen aber auch immer neue Geschäftszweige und Produktgruppen dazu. Vom Burger über den Einkauf des täglichen Bedarfes bis hin zu Gartengeräten und Baumaterialien wurde im weltweiten Netz gekauft. Aufgrund global ausgeklügelter Logistiksysteme spielt dabei nicht einmal mehr die Distanz zum Verkäufer eine Rolle. Parfüm aus Neuseeland, Schuhe aus New York oder Modeschmuck aus Chile – die Möglichkeiten sind vorhanden und geschlossene Läden ließen auch die letzten Zweifel im Keim ersticken.

Die Vorteile eines Interneteinkaufes scheinen also vielschichtig zu sein. Unendliche Sortimente, unbegrenzte Verfügbarkeit, rasche Lieferung, bequeme Rückgabemöglichkeiten und – im Idealfall – auch noch günstige Preise. Was dabei allerdings allzu schnell übersehen  wird, sind Aspekte, die uns bei näherem Betrachten vielleicht nicht so gut gefallen.  
Neben den negativen wirtschaftlichen Effekten auf die Nahversorger und Geschäftsinhaber in der unmittelbaren Umgebung, denkt kaum jemand auch an die Auswirkungen auf unser Klima, die aufgrund der Lieferwege durch CO2-Emissionen der Transportmittel produziert werden.

Ganz zu schweigen davon, wenn das Ganze auch wieder den Rückweg antreten muss. Kleidung, beispielsweise, ist eine Ware, die eine hohes Rückgaberisiko aufweist. Anders als im Laden, kann der Online-Käufer die Sachen vor dem Kauf nicht anprobieren. Er kann sich nicht von Qualität und Echtfarbe überzeugen, sieht nicht, ob es hier und da zwickt oder zwackt – es fehlt das haptische Erlebnis sowie das reale Begutachten gänzlich. Findige Online-Shopper bestellen daher heute ein Produkt völlig ungeniert in mehreren Größen und Farben. Die simple Rückgabemöglichkeit wird noch dazu verstärkt in der Werbung des Internet-Handels eingesetzt und als Kaufargument mitgeliefert. Die Kunden wählen aus den Produkten ihre Favoriten und senden den Rest einfach zurück. Kostenlos versteht sich dabei von selbst.

Dadurch entsteht nicht nur eine enorme Zusatzmenge an CO2-Emmissionen, die zurückgesendete Ware kann zudem oftmals nicht mehr gereinigt werden, da sich der Aufwand wirtschaftlich nicht rechnen würde. Vielen Unternehmen kommt es daher deutlich günstiger, retournierte Produkte einfach wegzuwerfen, anstatt  Waren zu inspizieren, sortieren und Wiederverwertbares in den Warenkreislauf zurückzubringen. Kleidungsstücke oder ander Produkte, die eigentlich in einem einwandfreiem Zustand wären, gelangen so also auf Mülldeponien und werden klimaschädlich vernichtet. Ein nicht sitzendes Kleidungsstück, das seine Rückreise antreten muss, schädigt also direkt unsere Umwelt und somit unser Klima und das Leben auf der Erde. Wie viel CO2 hierbei tagtäglich unnötig in unsere Atmosphäre gelangt ist kaum vorstellbar, geschweige denn berechenbar.

Was wir also dringend brauchen, sind konkrete Maßnahmen, um Online-Shopping klimafreundlicher zu machen. Wie genau das ablaufen könnte, haben wir uns erlaubt, im Folgenden zu skizzieren:  

Von der Gewinnung der Rohstoffe über die Warenproduktion bis hin zum Versand – CO2 Emissionen fallen immer und überall an. Je nach Produzent, Herstellungsart und Ursprungsland mal mehr, mal weniger. Um hier klimafreundlicher an die Sache heranzugehen, ist es wichtig, bereits bei der Beschaffung und Gewinnung der Rohstoffe anzusetzen. Das Lieferkettengesetz, welches in Deutschland bereits ab 2023 sanktioniert wird, spielt hier eine große Rolle. Unternehmen sind verantwortlich für eine nachhaltige Betrachtung ihrer Lieferketten. Dennoch wissen viele nicht über die Umstände in ihren Rohstoff- und Produktionsländern Bescheid – illegale Abholzung, massiver Einsatz von Pestiziden oder anderen chemischen Hilfs- und Produktionsstoffen sowie hochgradige Wasser- und Luftverschmutzungen sind nur ein paar der Probleme, die in manchen Produktionsländern auf der Tagesordnung stehen.

Mit klimafreundlichen Projekten unterstützt HELIOZ die Reduktion von CO2-Emissionen in betroffenen Ländern. Durch die Arbeit, die wir leisten, helfen wir Menschen und Umwelt gleichermaßen. Wir arbeiten in unseren Partnerländern aktiv an insgesamt 9 der von der UNO im Rahmen der „Agenda 2030“ definierten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, den sogenannten Sustainable Development Goals. Hierbei handelt es sich um einen globalen Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands sowie zum Schutz unseres Klimas und schlußendlch des Lebens auf der Erde. Ebenso helfen wir Unternehmen dabei, durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten sowie der strategischen Beteiligung an Corporate Social Responsibility-Projekten (CSR).

Kunden erwarten von Unternehmen zu recht, dass sie verantwortungsbewusst handeln und sich mit sozialen und ökologischen Fragen auseinandersetzen. Nicht zuletzt hat dieser Druck der Weltbevölkerung verstärkt zu betrieblichen Initiativen im Bereich sozialer Verantwortung geführt – in vielen Branchen in den letzen Jahren sogar in den Mittelpunkt unternehmerischer Aktivitäten gerückt. Transparente CSR-Aktivitäten sind für interne und externe Stakeholder wie KundInnen, MitarbeiterInnen, Aktionäre sowie Lieferanten ein nicht mehr wegzudenkendes Beurteilungskriterium. Mangelnde Initiative in diesem Bereich führt in bestimmten Branchen sogar zur Streichung aus sogenannten Preferred Supplier Programmen und Neuorientierung im Bereich von Zulieferern und Logistiksystemen.

Das bloße Abkochen von Wasser mit Feuerholz, das HELIOZ mit WADI in ihren Anwendungsprogrammen auf Basis solarer Desinfektion (SODIS) ersetzt, ermöglicht Unternehmen, die ihre soziale und nachhaltige Verantwortung ernst nehmen, CO2-Zertifikate für den freiwilligen Kohlenstoffmarkt, die nach dem Gold Standard zertifiziert sind, zu erwerben. Diese Zertifikate, die nur hochwertige Klimaprojekte fokussieren, bieten eine große Bandbreite an Zusatznutzen und sind für Unternehmen, die ihre Klimaneutralität optimieren möchten, von großem Interesse.

Mit unserer Arbeit ermöglichen wir Unternehmen bewusst an ihrer Lieferkette zu arbeiten und sehen hierbei Transparenz als wichtigsten Punkt.